Ein Teilnehmer des BFW Bad Wildbad an einem modernen Arbeitsplatz mit Computer

Das BFW Bad Wildbad als Wegbegleiter

Peter W., ein ehemaliger Teilnehmer des BFW Bad Wildbad, arbeitet an einem technischen Entwurf eines Kleingeräts.
Foto: BFW Bad Wildbad

Wenn Peter W. von seinem Unfall erzählt, wird deutlich, dass er nur noch ganz selten mit seinem Schicksal hadert. Er hat den Rollstuhl akzeptiert und sein Leben konsequent in die Hand genommen. Ein guter Wegbegleiter war ihm in all den Jahren das Berufsförderungswerk Bad Wildbad. Hier hat er nach seiner Diagnose Querschnittlähmung den Beruf des Industriemechanikers erlernt und 16 Jahre später noch den Beruf des Technischen Zeichners und Teilkonstrukteurs.
Peter W. war gerade 18 Jahre alt, als er die Beherrschung über sein Fahrzeug verlor und eine Böschung entlang schlitterte. Als die Feuerwehr ihn aus seinem Auto geschnitten hatte, wurde das ganze Ausmaß der Verletzungen deutlich: Zahlreiche Knochenbrüche, darunter auch offene, und der Bruch des ersten Lendenwirbels. Eine Verletzung, die ihn an den Rollstuhl fesselt. Insgesamt acht Monate lag er in der Klinik. Seine Lehre als Automechaniker musste er aufgeben. Sich selbst jedoch und seinen Glauben an die Zukunft gab er nie auf.
Der heute 37-Jährige wurde im Berufsförderungswerk Bad Wildbad zum Industriemechaniker ausgebildet, fand sofort eine Arbeitsstelle und baute sich so eine Existenz auf. Heute bewohnt er sein eigenes Haus, fährt leidenschaftlich gerne Quad, spielt Rollstuhlbasketball, fährt Monoski und Kart  und ist trotz seines Unfalls ein begeisterter Autofahrer. 
16 Jahre nach seiner ersten Ausbildung, hat er im BFW Bad Wildbad innerhalb von zwei Jahren noch einen zweiten Beruf erlernt, den des Technischen Zeichners und Teilkonstrukteurs. Sehr erfolgreich schloss er seine Ausbildung  ab und die neue Arbeitsstelle kann er bald antreten.
Doch der tatkräftige Rollifahrer hat noch viele weitere Ziele: „Ein Tandem-Sprung mit dem Fallschirm wäre toll“, sagt er und seine Augen strahlen beim Gedanken daran.

 

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